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Die neuen Kriege
Im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts haben neue Kriege
deutliche Konturen gewonnen. Herfried Münkler
kennzeichnet sie damit, dass in ihnen die scharfe Grenzziehung
zwischen Erwerbsleben und offener Gewaltanwendung untergraben
worden ist. Die historische Regulierungsfunktion der Staaten, die
nicht mehr die Monopolisten des Krieges sind, wird ausgehöhlt.
Parallelen zur frühen Neuzeit drängen sich auf, auch bezüglich
Opferstruktur, militärischer Taktik und sozioökonomischer
Folgen. Die neuen asymmetrischen Konflikte erfordern eine
veränderte Sicherheitspolitik.
Herfried Münkler
Seite 6
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Ereignisse & Meinungen:
Ein Konvent
für Europas Zukunft.
Balduin Winter
Seite 12
Strategische Steppen
Erst die Niederlage der Sowjetunion in Afghanistan, dann ihr
Zerfall, nun die globale Gewichtsverschiebung im Zuge des 11.
Septembers Erhard Stölting analysiert den
drastischen Wandel in Zentralasien, wo die USA ihre
Interessenszone auf das ehemals sowjetische Territorium
ausdehnen. Dort sehen sie sich mit autokratischen Regimes und
zunehmender islamistischer Präsenz konfrontiert.
Erhard Stölting
Seite 14
Kommentar Globalisierung:
Glücksfall attac?
Roland Schaeffer
Seite 16
Verbraucherschutz und Agrarwende nur
eine Frage der Statistik?
Ulrich Häpke
Seite 18
VR China Aufstieg zum US-Rivalen?
Die VR China will wieder ihre alte Hegemonierolle in Asien
einnehmen. Dabei stößt sie auf die USA, die bislang politisch
und militärisch als Garant für den Status quo galten. Helmut
Forster-Latsch schildert die zunehmenden Spannungen
widersprüchlicher außen- und militärpolitischer Konzepte und
Aktionen.
Helmut
Forster-Latsch
Seite 20
Brief aus Washington (20): Ein schönes
Finale.
Sascha Müller-Kraenner
Seite 24
Britannischer Pragmatismus. Brendan Simms
enthüllt die historische Mitschuld Englands im Bosnien-Krieg.
Dunja
Melcic
Seite 26
Rechts-Kommentar:
"Parteispenden-Skandal".
Uwe Günther
Seite 28
Kolumbien als Menetekel. Blutbad droht
Region zu destabilisieren.
Albert Sterr
Seite 29
Bücher: Caudillos und Gewalt.
Albert
Sterr
Seite 30
Brief aus Österreich: Österreichische
Extrawurst oder Verkehrswende.
Gerhard Fritz
Seite 32
Antisemitismus im Salon
Bei den Wahlen im April könnte der FIDESZ des
Ministerpräsidenten Viktor Orbán auf die rechtsradikale und
offen antisemitische MIÉP von István Csurka angewiesen sein.
Beider Interesse ist es, eine linke Regierung um jeden Preis zu
verhindern. Gregor Mayer beleuchtet Hintergründe der
ungarischen Parteienlandschaft, insbesondere die Saugkraft des
MIÉP und Orbáns rechten Poker.
Gregor Mayer
Seite 33
Kommentar Italien:
Offene Grenze
"Meer".
Annemarie Nikolaus
Seite 34
Glosse:
Deutscher Müll.
Albrecht von
Lucke
Seite 36
Brief aus den Niederlanden:
Der
Rattenfänger von Rotterdam (1).
Frank Eckardt
Seite 38
Superlügner gegen Saubermann.
Was steht in
Frankreich zur Wahl?
Achim Russer
Seite 39
Glosse Wirtschaft: Einige Leichen im Keller
(1).
Joe Thompson
Seite 40
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Linke und Antiamerikanismus
Die Linke ist immer bereit, die Notwendigkeit des Krieges in
Frage zu stellen. Aber ein blinder Anti-Amerikanismus läuft
Gefahr, das anti-faschistische Erbe der Linken zu verraten. Denn
es gibt, so John Lloyd, heute eine Erzählung beiden
Linken, die in sich abgeschlossen ist: Ihrer unfehlbaren Kritik
gemäß sind die USA ein imperialer Räuber.
John Lloyd
Seite 42
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Israel eine partikularisierte
Gesellschaft
Israel hat als Staat im letzten Jahrzehnt eine Reihe
grundlegender Veränderungen erfahren. Sowohl ethnische als auch
soziale, politische und religiöse Strukturen haben sich durch
verschiedene Umstände um- und neu geformt. Moshe Zuckermann,
Direktor des Instituts für Deutsche Geschichte an der
Universität Tel Aviv, gibt im nachfolgenden Gespräch Auskunft
über strukturelle Probleme der israelischen Gesellschaft, die
auch die Haltung zu Sicherheitsproblemen und zur Palästinafrage
berühren.
Moshe Zuckermann
Seite 44
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Enzyklopädie einer Familie.
Péter
Esterházy im Gespräch über Leben, Literatur und sein neues
Buch.
Eve-Marie Kallen
Seite 50
Buch:
Zur Ironie verurteilt Péter
Esterházys Geschichtsspiel.
Balduin Winter
Seite 51
Foto-Buch: Schupman Collection:
Fotografie
in Deutschland nach 1945.
Helmut Veil
Seite 53
Die "Teufelslunge" erobert die
Welt.
Thomas Bohnet
Seite 54
Deutsche an einen Tisch?
SED und nationale
Einheit in der Nachkriegszeit.
Arno Klönne
Seite 55
Die Stalin-Note 1952.
Balduin Winter
Seite 56
Die Ostlichterkette.
107. Kerze.
Wilhelm
Pauli
Seite 59
"... habe ich mich strikt an die
damalige Verfassung gehalten".
Ein Gespräch mit dem
Honecker-Biografen Thomas Kunze.
Udo Scheer
Seite 60
Buch:
NVA und ihre Wehrmachtsoffiziere.
Udo
Scheer
Seite 61
Bücher:
Über die meinungsbildende Kraft
von Geheimdiensten.
Jutta Maixner
Seite 62
Untaten & Orte:
In Ulm und um Ulm
herum.
Jürgen Walla
Seite 63
Lemuren der Mitte, Menschen in Kreuzberg.
Zwei Kiezromane in Contrastcolor.
Wilhelm Pauli
Seite 64
DDR-Vergangenheit:
Wege aus den Akten.
Lutz Rathenow
Seite 65
Bücherfenster
(I):Krieg und Nachkrieg.
Joscha
Schmierer
Seite 66
Bücherfenster (II):
Europa: Verfassung und
Menschenrechte.
(js)
Seite 67
Film-Schnitte:
Zivilisationsmüde?
Marcus
Welsch
Seite 68
Das Alphabet der Welt.
Manuel Castells
große Erzählung über das Informationszeitalter.
Peter H.
Mettler
Seite 69
Bücher:
Wissen und Medien.
Grundlagen und
Übergänge der Wissensgesellschaft.
Michael Ackermann
Seite 70
Sport & Körper:
Oh, Frauen aus Ohio.
Thomas
Gehrmann
Seite 72
Aufgelesene Töne:
Rembetika
griechischer Blues.
Christoph Wagner
Seite 73
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Editorial
Seite 3
Echo & Bücher & Termine
Seite 74
Autorinnen & Autoren
Seite 74
geh, den 1.4.02