Eike Hennig
Im Großen geht es um den Weg vom Sicherheits- zum nationalen Wettbewerbsstaat, im wirklichen Leben entspricht dem der Wechsel zur Wohnburg, zum Ausschluss "gefährlicher Klassen" aus Räumen der Macht. Es geht um Traumwelten, die den Albträumen der städtischen Unübersichtlichkeit widerstehen mögen. Es geht um "Gated Communities".
"Ich wohne an einem ruhigen Ort, wo
jedes nächtliche Geräusch bedeutet, dass etwas passieren wird:
Man erwacht sehr schnell überlegt: Was hat das zu
bedeuten? Gewöhnlich nichts. Aber manchmal ..."
(Hunter S. Thompson, Angst und Schrecken in Las Vegas,
Frankfurt 1977, S. 97)
Zur Einstimmung einige Schlagzeilen: "Träume werden Wahrheit ..." "Manche Leute bauen Wohnungen, wir schaffen Gemeinschaft." "Es dreht sich um Freiheit und Sicherheit." "Zeigen Sie Ihren Kindern, was ein Leben an der Spitze tatsächlich bedeutet. Sie werden die Wärme und Freiheit einer Nachbarschaft wie dieser verstehen ein Platz, wo Fahrradfahren und Wandern alltägliche Vergnügungen sind. Schwimmpartys und sonntägliche Grillfeste verwandeln die neuen Nachbarn in Freunde fürs Leben."(2) "Gated Communities" sind eine der (vielen) Erscheinungen, die zeigen, wie schwierig das Sortieren von Ursachen, Intentionen und Folgen geworden ist. Hobbesianische Sicherheitsträume ohne Staat, Geschichten von Städten mit Bürgersteigen, kommunitäre und sozial-kapitalistische Wünsche nach Zusammenhang gegenüber den Ängsten einsamer Kegler sind ebenso Stoff jener Träume, aus denen geschlossene Wohnkomplexe entstehen, wie Bodenrenten, chauvinistische Ausgrenzung, Sehnsüchte gegenüber neuen Unübersichtlichkeiten und Kriminalitätsangst. Einfache Gegenüberstellungen nach dem Muster Frieden und Ästhetik seien postmaterielle, Ordnung und Sicherheit materielle Werte sind simplifizierende Mythen mit Wahrheitsanspruch, sie versagen jedoch vor realen Prozessen und Deutungen.
Mauern gegen Städte
Bewachtes Wohnen wird gepriesen als Rückzug und Neubeginn. Aus der bösen Welt wird ein kleiner Frieden aus- und abgegrenzt, um dem Ansturm der Außenwelt zu widerstehen. Bildern der multikulturellen und kriminellen "Global City" einer "Heteropolis" voller Versatzstücke werden Sehnsüchte einer gemeinschaftlichen Idylle und Sicherheit gegenübergestellt. Die Grenze von Barbarei und Zivilisation geht durch die Stadt. "No-Go-Areas", "gefährliche Räume", "Decline" und "Restructuring": "alles" kommt zusammen, das "Inner-City Getto" liegt neben dem "Front Office", "gefährliche Klassen", "städtische Arme", "White Trash", marginale Gruppen, Migranten aller Herren Länder stoßen an und in die "normale" Stadt; Balkan, Bantustan, Apartheid, "Our Vietnam", "soziale Brennpunkte" finden sich, dringen selbst in vormals verschlafene Vorstädte ein: Bildern der angstbesetzten Stadt beziehungsweise des unbehausbaren Wildwuchses ("Urban Sprawl")(3) werden Bilder der "Gefahrenabwehr" und der "Zitadellengesellschaft" gegenübergestellt. Steht "Stadt" früher für Schutz und Freiheit gegenüber der unbeherrschten, drohenden Natur, dem dumpfen flachen Land und feudaler Willkür, so wird sie nun zum Bestiarium. Los Angeles etwa avanciert von Orangenhainen mit weißen Rentnerstädten zu einer Hauptstadt der Dritten Welt und zum symbolisch vielfach zerstörten Zentrum der "Ökologie der Angst" (Davis). Bewachte Wohngebiete, kontrollierte Räume der Macht und Überwachungsfantasien sind Reaktionen auf den Verfall.
Vor dem Hintergrund der Ware Sicherheit lassen sich Zielgruppen unterscheiden: Stillstand, Ruhe, Vertrautheit und die Beschaulichkeit einer mittelstädtischen, "neu-urbanen" Idylle wird Alten (55+) und jungen Familien mit Kindern offeriert; ganze Kleinstädte etwa Celebration, die von Disney geplante Privatstadt neben dem "World Theme Park" in Florida werden angeboten. Singles und Funktionseliten werden auf bewachte Apartments verwiesen, Eleganz, Annehmlichkeit und Sicherheit werden betont. Ein Objekt(4) wirbt zum Beispiel neben Kostbarkeiten der Alten Welt mit handverlesenen Sicherheitskräften in drei Schichten, einem elektronischen Schutzschild, 16 Videokameras, dem eigenen Löschwassertank, Heliport und der günstigen Verbindung zu LAX. Die Preispalette reicht von 200.000 bis 3,9 Millionen Dollar, bei durchschnittlichen 204.000 Dollar für ein Haus in Süd-Kalifornien (1999). Keineswegs beschränkt sich Einmauern also auf "Superreiche", es gibt schicht- und zielgruppenspezifische Offerten. Noch in armen Stadtgebieten findet sich Stacheldraht gegen noch Ärmere und weitere Nachzügler.
Grenzen gegen "gefährliche Klassen"
Die Rede ist von geschlossenen Wohngebieten, Apartments, privaten Straßen, abgeschlossenen Parkanlagen und Toiletten, Freizeitanlagen und Konsumtempeln, von "Gated Communities", "Security Villages" oder "Gated Model Towns" des "New Urbanism"; es geht um Räume der Macht. All diese halböffentlichen oder privaten Anlagen möchten Gefahren abwehren und Frieden stiften. Gleichzeitig leben die Slumbewohner in der Angst, dass trojanische Pferde eingeschmuggelt werden und die Abwehrschilde durchlöchern. Unkontrollierte, öffentliche Räume, "der Pöbel", suspekte Individuen werden ausgegrenzt, privatrechtliche Regelungen zu Schutz und Kontrolle werden eingeführt und in der Regel privaten Sicherheitsdiensten überantwortet. Mehr oder weniger setzen diese privaten Befestigungen einen Naturzustand voraus, gepaart mit Misstrauen gegenüber dem staatlichen Gewaltmonopol. Selbst ein Festungsstaat wird verworfen, weil er der Kontrolle großer Räume anhängt. Überwacht werden kleine, homogene Gebiete, einzelne Plätze, Blöcke, Gebäude oder Straßenräume. Die Bewohner oder Nutzer solcher geschlossener Kontrollräume betreten in der Regel aufwändig gestaltete Welten, geben dabei gegen gutes Geld klassische Freiheitsrechte freiwillig ab. Dafür handeln sie die Fiktion einer sortierten, bewachten und angstfreien Welt ein. Die klassisch bürgerliche Figur der Verstaatlichung der Gewalt zum Staatsmonopol auf physische Gewalt weicht der Privatisierung, die Produktion von Sicherheit wird zur Ware. Im Idealfall bewegt man sich, unterbrochen durch Fahrten im verriegelten Auto oder geschützten öffentlichen Verkehrsmitteln, von der bewachten Wohnung zum bewachten Office. Shopping, Kultur, Themenpark und, wenn mans hat, Kindergarten, Schule und Universität sind ebenfalls in Sicherheit und Verbindungskorridore einbezogen. Es dominiert ein schwarzes, aber ästhetisiertes "Privatopia", das den lästigen, gefährlichen, dreckigen Rest der Welt verbannen möchte. Diesem Ziel dient die freiwillige Segregation. "Living the Global City" ist kein Ziel derartiger Anlagen im Gegenteil, es geht gegen die Stadt als den Ort der Dritten Welt. Insofern verwundert es nicht, dass diese Tendenzen insbesondere in Los Angeles, Süd-Kalifornien und dem "Sun-Belt" der USA zu finden sind. Reale Erfahrungen und cyberreale Bilder werden kaum unterschieden. Wissen wir doch: "Irgendwo bei Barstow", am Interstate 15 hinter Las Vegas, vor Los Angeles, war es, "als die Drogen zu wirken begannen." Seitdem baut man dort, nicht nur, aber immer öfter (handelt es sich doch seit 1970 um eine Wachstumsindustrie), geschlossene Wohnquartiere, grenzt ganze Blöcke in der Stadt ab.
"Globalisierung", "Postmoderne" und "Postfordismus" mit ihrer Verdichtung von Zeit und Raum, das heißt auch von Ungleichheiten und Ungleichzeitigkeiten, zerstören großflächige sozioökonomische Einheiten. Hiermit verbinden sich notwendig denn die neuen Räume sind verletzlich, müssen gepflegt werden und setzen ein (kauf-)bereites, angstfreies Publikum voraus Akte des Sortierens und Disziplinierens. Lash und Urry verbinden mit dieser Ökonomie das Konstrukt unregierbarer Räume und entsprechender Bewohner: Gegen diese Stadträume "helfen" einerseits entsprechende Informationen, um die Zeichen richtig zu deuten (man muss vermeiden zum "wrong man" am "wrong place" zur "wrong time" zu werden), andererseits mauert man sich qua Zitadellenkultur ein. Ferner werden die neuen Ereignisräume und Stile geschützt, hier setzt die Gefahrenabwehr ein. Ohne den direkten Anlass einer Straftat wird der Augenschein zum zwingenden Tatverdacht, auf Grund bestimmter Zeichen (Kleidung, Alkohol, Fastfood, Zusammenrottung) werden bestimmte Personen auffällig und aussortiert. Solche Personen und Gruppen gelten als Störenfriede, die das angepasste Publikum beeinträchtigen. Mauern, Ordnungsschemata und Kontrollen ergänzen sich wechselseitig und vermitteln dem Überwachungsregime seine weit reichende, stets aber bedrohte Geltung. Die offene Stadt, die sich öffnende Architektur, heterogene Raumnutzungen schwinden dem Nebeneinander kontrollierter Räume. Bedrohung wird entlang der zugerechneten Kaufkraft und "Marken"(-artikel) definiert: Im "Wohlstandschauvinismus" verschmilzt dies, es eröffnen sich vorbeugende Überwachungsaktionen. Der Ermessensraum von Polizei und Sicherheitsdiensten wird diffuser und weitet sich in ein Sicherheitsvorfeld aus.
Die Ästhetik der Zitadelle
Weil Teufel (und Götter) nur im Detail leben, gibt es kein Schwarz-Weiß. Weißen Auswegen aus der postnationalen Konstellation steht keine schwarze Zitadellenkultur, keine Festung Los Angeles (so Mike Davis) gegenüber. Weder noch: L. A. umfasst beides (und mehr) mit seinen Räumen und Gruppen (Hennig 1998). Beide Deutungen existieren abgekoppelt, treffen sich aber in einer Ästhetisierung des Sozialen, wie sie die Zitadellenkultur und "Heteropolis" charakterisiert: Loyola Law School, eine katholische Privatuniversität, eine "Gated University", die Frank Gehry im Downtown-Vorfeld von L. A. gebaut hat, sei erwähnt, um dieses Zusammentreffen und diese Ästhetik zu veranschaulichen.(5) Schwarz: Die Außenseiten sind schroff, als Fremder kann man die Universität nur durch das Parkhaus betreten (wenn man dies weiß). Weiß: Im geschützten Innenraum öffnet sich der Campus zur Piazza, hier herrschen Ruhe und Einkeh. Ästhetik: Feuertreppen, Wachtürme, Metallfassaden, Zeichen der Ungastlichkeit werden bewusst eingebaut und umdefiniert, ästhetisiert. Fronten weichen einem Wechselspiel, Räume werden sortiert. Erst die weißen und die schwarzen Seiten ergeben jenes diffuse Krisenbewusstsein, aus dem die In- und Exklusionen gebaut werden. Alte Szenarien mit schroffen, offensichtlichen Grenzziehungen werden obsolet, man weiß, wo man hingehört, weiß mans nicht, helfen ästhetische Zeichen. Das Soziale nähert sich einem Piktogramm. Physische Kontrolle wird verdeckt durch "freundliche Helfer".
Sicherheit und Risiko werden Schlüsselworte, die zwar Materialität brauchen, sich aber, vergleichbar der Angst, aus verschiedensten Feldern nähren können. Viele Konstrukte und Eindrücke führen in die Zitadelle. Ihre anti-gesellschaftlichen und anti-multikulturellen Botschaften nähren sich auch aus weißen Erzählungen zur Erneuerung erfahrbarer, begehbarer Städte und aus sympathischen Vernunftbildern zur "Solidarität der Weltbürger". Wenn schon Jane Jacobs seis geklagt keine ganze Stadt wiederbelebt wird und Habermas "kosmopolitische Gemeinschaft" schwer vorstellbar ist, warum soll nicht ein besonderer Gemeinschaftssinn im Einzelnen, eben in der "Gated Community", realisiert werden? Ummauerte Wohngebiete und Sicherheitszonen um alle sozialen Funktionen sind bemüht, eine kleine Antwort für solche Sehnsüchte zu finden. In einer Stadt des Verfalls (Beauregard), der Fronten (N. Smith) oder des Kontextes für Gewalt (Eisner) um einige kritische Autoren anzuführen , in einer fragmentiert und gespalten angesehenen Stadt scheint ein "gutes Leben" der hier und heute nur einmal Lebenden im Ganzen unmöglich. Halbe Lösungsversuche verlagern sich vom Universellen zum Partikulären, zum gerade ausgelebten Stil oder Milieu. Halbheiten obsiegen, wenn Politik und Staat verzichten oder unfähig sind, die im Konzept der "Gated Communities" verborgenen Gesellschaftsbilder zu realisieren.
Förderlich, weil legitimierend, für den zynischen Abschluss ist es, dass die obwaltende Ökonomie der Zeichen "unregierbare Räume" mit wahrhaft Benachteiligten oder das Privatisieren vormaliger Gemeingüter als Sachzwänge darstellt. Die Wende zum Einschluss und damit zum Ausschluss der Fremden erhält den Geschmack des Notwendigen, mindestens der Schwachen, der Kinder und Alten wegen muss es sein. Die "Gated Community" wird zum behüteten Familienanwesen ("gated family estate") gegen zunehmende ethnische Vielfalt bei einer sich vertiefenden sozialen Kluft.(6) Rifkin unterstreicht, dass geschlossene Gemeinden Lebensstil verkaufen und dabei entgegen der Wahrheiten innerhalb ihrer Mauern(7) die Werte von Familie, Kindheit, Alter, überschaubare Klein- und Mittelgemeinden sowie "bessere, alte Zeiten" hervorkehren.
Die private Festung und das staatliche Gewaltmonopol
Auf Foucaults topologischer Karte der Schlachtfelder der Macht bildet das "Forting Up" der "Gated Communites" einen Endpunkt gegenüber dem staatlichen Gewaltmonopol. Oder sind sie ein Startpunkt, der vom "globalen Naturzustand" ausgeht? Wohin? Aus Sicht der Moderne versprechen sie eine Aufhebung des Universalismus, eine Reduktion von Öffentlichkeit, Politik und grenzüberschreitender Erfahrungen in der Dialektik schützender und begrenzender Mauern. Damit öffnet sich das Thema der Akzeptanz von Differenz und von Lernprozessen, die ohne Abspaltung im Mittelmaß von Grau in Grau auskommen. "Gated Communities" als reaktionäre Provinz zu verspotten ist leicht, greift aber zu kurz, wenn eine universelle Antwort aufgegeben wird. "Gated Communities" leben von Sehnsüchten, verstehen sich als Antwort auf ein falsches Leben, auf eine entfremdete Umwelt. Ihre Absage an das staatliche Gewaltmonopol, ihre Privatisierung von Sicherheit fordert Politik und Staat heraus. Das ist ein offener Schluss. Brecht glaubt in Der gute Mensch von Sezuan (1938/39): "Es muss ein guter [Schluss] da sein, muss, muss, muss!" Geht es heute nur um ein Späßchen vor dem Sonnenuntergang am Santa Monica Boulevard?(8) Wenn zugleich der Staat versagt, gewinnen dann geschlossene Wohn- und Macht-Komplexe?
Literaturhinweise:
Blakely, Edward J./Snyder, Mary Gail (1997): Fortress America. Washington/Cambridge
Davis, Mike (1990): City of Quartz, London (Berlin 1994)
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Frug, Gerald (1999): "The Emergence of Private Citys in America", in: Kritische Justiz 32, S. 578-586
Glasze, Georg (2001): "Geschlossene Wohnkomplexe", in: Heike Roggenthin (Hrsg.), Stadt Der Lebensraum der Zukunft?, Mainz, S. 39-55
Heitmeyer, Wilhelm (1998): "Versagt die Integrationsmaschine Stadt?", in: ders., Rainer Dollase, Otto Backes (Hrsg.): Die Krise der Städte, Frankfurt, S. 443-467
Hennig, Eike (1998): Fortress L. A. = "Die Engelsburg?", in: Vorgänge 37(4), S. 52-61
ders. (2001): "Einmauern", in: Schader-Stiftung (Hrsg.): Wohn-Wandel, Darmstadt, S. 294-301
Lash, Scott/Urry, John (1994): Economies of Signs and Space, Thousand Oaks/London/New Delhi
Marcuse, Peter (1998): "Ethnische Enklaven und rassische Gettos in der postfordistischen Stadt", in: Heitmeyer/Dollase/Backes: Die Krise der Städte, S. 176-193
Marinis, Pablo de (2000): Überwachen und Ausschließen, Pfaffenweiler
McKenzie, Evan (1994): Privatopia, New Haven/London
Putnam, Robert D. (2000): Bowling Alone, New York u. a.
Rifkin, Jeremy (2000): Access, Frankfurt/New York
Ruddick, Sue (1994): "Sub-Liminal Los Angeles", in: Bernd-Peter Lange, Hans-Peter Rodenberg (Hrsg.): Die neue Metropole, Hamburg/Berlin, S. 44-62
Soja, Edward W. (1989): Postmodern Geographies, London/New York
Sorkin, Michael (Hrsg.) (1992): Variations on a Theme Park, New York
Werckmeister, Otto K. (1989): Zitadellenkultur, München/Wien
1 Grundlage ist ein Vortrag vom 22.5.01 im Rahmen der Mannheimer Tagung "Wohn-Wandel. Szenarien, Prognosen, Optionen zur Zukunft des Wohnens" Vgl. Hennig 2001.
2 Es handelt sich um Zitate aus Anzeigen, die etwa in der Los Angeles Times laufend zu finden sind. Vgl. LAT: 20.10.1996, S. K5, 27.7.99, S. 4 (advertising supplement), 2.8.1999, S. S3 und www.uni-kassel.de/fb5/politikwissenschaft/LA/gated.html. Suchmaschinen wie AltaVista liefern zahlreiche Informationen, wenn "gated community" als Suchwort eingegeben wird. Das letzte Zitat entstammt einer Werbung für ein "gated family estate living atop Topanga Canyon", eine vormalige Hippie-Hochburg: LAT, 20.10.96, S. K5, vgl. Hennig 2001, S. 295.
3 Unter anderem diese ausufernde Besiedlung macht Putnam (2000) für die Abnahme des sozialen Kapitals bzw. sozialer Zusammengehörigkeit verantwortlich, explizit erwähnt er "gated communities" als Gegenreaktion (S. 204-215).
4 Dies bezieht sich auf das Apartmenthaus The Wilshire (Westwood, L. A., 10580 Wilshire Blvd.): LAT, 18.10.96, S. D4, www.the-wilshire.com.
5 Vgl. die Illustration zur "Glokalisierung" in: Kommune Heft 12/2000, S. 45.
6 Hierauf weist die Auswertung des US-Census 2000 hin (LAT, 30.3.01, S. U1).
7 Zur Kriminalität in den "Gated Communities" vgl. Blakely/Snyder 1997, S. 97 f., 120 ff.
8 Dies singt Sheryl Crow, "All I wanna do", auf: Tuesday Nigth Music Klub, A&M Rec. 1993.