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Familien- und
Geschlechterpolitik
Einkommensarmut, mangelnde soziale Unterstützung, Scheitern in der Ausbildung –
Ergebnis: lebenslange soziale Randständigkeit. Nun stehen Familien- und
Bildungspolitik im Zentrum des Wahlkampfes. Skepsis ist angesagt. Harry Kunz
befasst sich mit dem Stand der Familien- und Kinderpolitik und den nötigen
Veränderungen. – Kann Deutschland von anderen Ländern lernen? Mechthild Veil
geht auf die familienfreundlichere Lage in Frankreich ein, wo sich trotz vergleichbarer
Wirtschaftsstruktur ganz unterschiedliche Muster der Gleichberechtigung von
Frauen herausgebildet haben. – Maren Wichmann formuliert Eckpunkte einer
modernen Geschlechterpolitik.
Seite 6–17
Frisst die Globalisierung ihre Kinder?
Familien- und Kinderpolitik – Stand und nötige Veränderungen.
Harry
Kunz
Seite 6
Geschlechtervertrag à la française.
Familienpolitik und Gleichstellung in Frankreich.
Mechthild Veil
Seite 13
Aufbruch in eine moderne Familienpolitik.
Internationale Erfahrungen und feministische Akzente.
Maren
Wichmann
Seite 16
Ereignisse & Meinungen:
Balduin Winter
Seite 18
Frankreich:
Nur ein Sturm im Wasserglas?
Achim Russer
Seite 20
Unruhen im Andenraum
Nach einer „Dekade der Hoffnung“ bestimmen heute soziales und wirtschaftliches
Chaos, Gewalt sowie der Niedergang demokratisch legitimierter Institutionen die
Realität in Teilen Lateinamerikas. Anders als in Argentinien geht es in den
Andenländern vorrangig um politische Widersprüche. Albert Sterr
skizziert die Lage in der Region.
Albert Sterr
Seite 21
Kolumbien:
Einbahnstraße in Richtung Eskalation.
Albert Sterr
Seite 22
Glosse:
Rise and fall with foot and ball.
Albrecht von Lucke
Seite 24
Brief aus Südostasien:
Woran erkennt man eigentlich ein Entwicklungsland?
Doris Klein
Seite 26
„Diese Gesellschaft ist gespalten!“
Ein Besuch bei Zoran Djindjic in Belgrad.
Ernst Köhler
Seite 27
Buch:
Tisma ganz unten.
Achim
Engelberg
Seite 28
Kommentar Italien:
Gewerkschaftspolitik.
Annemarie Nikolaus
Seite 30
Brief aus den Niederlanden:
Fortuyns langer Schatten (1).
Frank Eckardt
Seite 32
Krise der Demokratie:
Republik ohne Mitte? Kapitalismus ohne Alternative? – Ein literarischer Streifblick.
Martin Altmeyer
Seite 33
Buch:
Fairness als Chance.
Udo Scheer
Seite 34
markt@staat.com:
Vom Glück, Kommunist zu sein. „Empire“:
Die bizarren Geschichts- und Gesellschaftskonstruktionen des modischen Antikapitalismus.
Otto Singer
Seite 36
Brief aus Österreich:
„Urbanissima“ oder: Frankfurt liegt nicht am Inn.
Gerhard Fritz
Seite 38
Skandalöse Agrarwende?
Ohne Misstrauen der VerbraucherInnen geht nichts.
Ulrich Häpke
Seite 39
Nord-Süd-Kommentar:
Mit Kultur gegen Krisen?
Uschi Eid
Seite 40
Holocaust und Israel
Lothar Probst beschäftigt sich mit der Tendenz in der Geschichtspolitik,
den Holocaust in eine globale sowie auch in eine bestimmte Form von
europäischer Perspektive einzuordnen. Dagmar Barnouw greift ein von
Hannah Arendt und ihrem politischen Mentor Judah L. Magnes entworfenes Konzept
der jüdisch-palästinensischen Zusammenarbeit auf, das den politischen Zionismus
nicht zuletzt wegen seiner „Festungsmentalität“ kritisiert hat.
Seite 42–49
Europäisierung des Holocaust – eine neue Zivilreligion für Europa?
Lothar Probst
Seite 42
Die Zukunft der Vergangenheit – Israel in Palästina.
Dagmar Barnouw
Seite 46
Der blinde Fleck.
Ernst
Köhler
Seite 48
Der Balkan
–Konstruktion eines Raumes
Die Tradition der „Balkanfalle“ zeichnet Victor Ivanovici nach: Zum
einen wurde sie von Europa gestellt (Romantik, Großmachtpolitik), zum anderen
tappten die Völker Südosteuropas in Abkehr von der gemeinsamen byzantinischen
(und osmanischen) Vergangenheit in sie hinein. Die Konstruktion des Nationalen
führte zu einem Verlust an kultureller Identität und zur Partikularisierung. Erst
in jüngster Zeit zeichnen sich Tendenzen ab, die mangelnde Kommunikation unter
den schwierigen Nachbarn zu verbessern.
Seite 50
Finis Jugoslaviae.
Vom nicht mehr aufzuhaltenden Niedergang einer politischen Idee.
Rolf Wörsdorfer
Seite 54
Das Walser-Syndrom Antisemitismus?
Michael Ackermann findet in den Werken von Martin Walser vor allem ein
durchgängiges „Zerknirschungssyndrom“ – auch im neuen Buch, dem einiges
unterstellt wird. Walser mag viele Fehler haben, etwa mangelnde Sensibilität
für jüdische Opfer. Was aber, wenn John Updikes jüdischer Held gleich mehrere
Kritiker ermordet – und dann auch noch Nobelpreisträger wird? Wer darf was?
Seite 57
Das Foto-Buch:
Frauenporträts aus dem „Quartier réservé“ in Tunis.
Helmut Veil
Seite 59
Ich weiß, dass ich glaube.
Ein Buch über Konvertiten, ebenso zwiespältig wie aufschlussreich.
Marko
Martin
Seite 61
Historisierung einer Epoche. Weitere Bücher über die Studentenrevolte.
Peter Mosler
Seite 62
Rebellinnenretrospektiven.
Eva Horn
Seite 63
Die Ostlichterkette.110. Kerze.
Wilhelm Pauli
Seite 65
Bücherfenster (I):
Weltstaat als Ausweg?
Joscha Schmierer
Seite 66
Bücherfenster (II):
Welt als Gerücht.
js.
Seite 67
Algerische Abgründe.
Yasmina Khadras Roman „Wovon die Wölfe träumen“.
Renate Wiggershaus
Seite 68
Die Anderson-Familie – eine Suchaufgabe.
Lutz Rathenow
Seite 69
Untaten & Orte:
Geschwätz und Politik.
Michael Schweizer
Seite 70
Film-Schnitte: Stellvertreter.
Michael Ackermann
Seite 71
Sport & Körper:
Leid-Erfahrungen.
Jayin Thomas Gehrmann
Seite 72
Aufgelesene Töne:
Michael Hurley – der letzte Hobo.
Christoph Wagner
Seite 73
Editorial
Seite 3
Echo & Bücher
Seite 74
Autorinnen & Autoren
Seite 74
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