INHALT 7/2002

 
   

Familien- und Geschlechterpolitik
Einkommensarmut, mangelnde soziale Unterstützung, Scheitern in der Ausbildung – Ergebnis: lebenslange soziale Randständigkeit. Nun stehen Familien- und Bildungspolitik im Zentrum des Wahlkampfes. Skepsis ist angesagt. Harry Kunz befasst sich mit dem Stand der Familien- und Kinderpolitik und den nötigen Veränderungen. – Kann Deutschland von anderen Ländern lernen? Mechthild Veil geht auf die familienfreundlichere Lage in Frankreich ein, wo sich trotz vergleichbarer Wirtschaftsstruktur ganz unterschiedliche Muster der Gleichberechtigung von Frauen herausgebildet haben. – Maren Wichmann formuliert Eckpunkte einer modernen Geschlechterpolitik.
Seite 6–17

 

Frisst die Globalisierung ihre Kinder?

Familien- und Kinderpolitik – Stand und nötige Veränderungen.

Harry Kunz
Seite 6

 

Geschlechtervertrag à la française.

Familienpolitik und Gleichstellung in Frankreich.

Mechthild Veil
Seite 13

 

Aufbruch in eine moderne Familienpolitik.

Internationale Erfahrungen und feministische Akzente.

Maren Wichmann
Seite 16

 

 

 

Ereignisse & Meinungen:

Das Herz der Finsternis.

Balduin Winter
Seite 18

 

Frankreich:

Nur ein Sturm im Wasserglas?

Achim Russer
Seite 20

 

Unruhen im Andenraum
Nach einer „Dekade der Hoffnung“ bestimmen heute soziales und wirtschaftliches Chaos, Gewalt sowie der Niedergang demokratisch legitimierter Institutionen die Realität in Teilen Lateinamerikas. Anders als in Argentinien geht es in den Andenländern vorrangig um politische Widersprüche. Albert Sterr skizziert die Lage in der Region.

Albert Sterr
Seite 21

 

Kolumbien:

Einbahnstraße in Richtung Eskalation.

Albert Sterr
Seite 22

 

Glosse:

Rise and fall with foot and ball.

Albrecht von Lucke
Seite 24

 

Brief aus Südostasien:

Woran erkennt man eigentlich ein Entwicklungsland?

Doris Klein
Seite 26

 

„Diese Gesellschaft ist gespalten!“

Ein Besuch bei Zoran Djindjic in Belgrad.

Ernst Köhler
Seite 27

 

Buch:

Tisma ganz unten.

Achim Engelberg
Seite 28

 

Kommentar Italien:

Gewerkschaftspolitik.

Annemarie Nikolaus
Seite 30

 

Brief aus den Niederlanden:

Fortuyns langer Schatten (1).

Frank Eckardt
Seite 32

 

Krise der Demokratie:

Republik ohne Mitte? Kapitalismus ohne Alternative? – Ein literarischer Streifblick.

Martin Altmeyer
Seite 33

 

Buch:

Fairness als Chance.

Udo Scheer
Seite 34

 

markt@staat.com:

Vom Glück, Kommunist zu sein. „Empire“:

Die bizarren Geschichts- und Gesellschaftskonstruktionen des modischen Antikapitalismus.

Otto Singer
Seite 36

 

Brief aus Österreich:

„Urbanissima“ oder: Frankfurt liegt nicht am Inn.

Gerhard Fritz
Seite 38

 

Skandalöse Agrarwende?

Ohne Misstrauen der VerbraucherInnen geht nichts.

Ulrich Häpke
Seite 39

 

Nord-Süd-Kommentar:

Mit Kultur gegen Krisen?

Uschi Eid
Seite 40

 

 

Holocaust und Israel

Lothar Probst beschäftigt sich mit der Tendenz in der Geschichtspolitik, den Holocaust in eine globale sowie auch in eine bestimmte Form von europäischer Perspektive einzuordnen. Dagmar Barnouw greift ein von Hannah Arendt und ihrem politischen Mentor Judah L. Magnes entworfenes Konzept der jüdisch-palästinensischen Zusammenarbeit auf, das den politischen Zionismus nicht zuletzt wegen seiner „Festungsmentalität“ kritisiert hat.
Seite 42–49

 

Europäisierung des Holocaust – eine neue Zivilreligion für Europa?

Lothar Probst
Seite 42

 

Die Zukunft der Vergangenheit – Israel in Palästina.

Dagmar Barnouw
Seite 46

 

Der blinde Fleck.

Ernst Köhler
Seite 48

 

 

Der Balkan –Konstruktion eines Raumes
Die Tradition der „Balkanfalle“ zeichnet Victor Ivanovici nach: Zum einen wurde sie von Europa gestellt (Romantik, Großmachtpolitik), zum anderen tappten die Völker Südosteuropas in Abkehr von der gemeinsamen byzantinischen (und osmanischen) Vergangenheit in sie hinein. Die Konstruktion des Nationalen führte zu einem Verlust an kultureller Identität und zur Partikularisierung. Erst in jüngster Zeit zeichnen sich Tendenzen ab, die mangelnde Kommunikation unter den schwierigen Nachbarn zu verbessern.
Seite 50

 

Finis Jugoslaviae.

Vom nicht mehr aufzuhaltenden Niedergang einer politischen Idee.

Rolf Wörsdorfer
Seite 54

 

 

Das Walser-Syndrom Antisemitismus?
Michael Ackermann findet in den Werken von Martin Walser vor allem ein durchgängiges „Zerknirschungssyndrom“ – auch im neuen Buch, dem einiges unterstellt wird. Walser mag viele Fehler haben, etwa mangelnde Sensibilität für jüdische Opfer. Was aber, wenn John Updikes jüdischer Held gleich mehrere Kritiker ermordet – und dann auch noch Nobelpreisträger wird? Wer darf was?
Seite 57

 

Das Foto-Buch:

Frauenporträts aus dem „Quartier réservé“ in Tunis.

Helmut Veil
Seite 59

 

Ich weiß, dass ich glaube.

Ein Buch über Konvertiten, ebenso zwiespältig wie aufschlussreich.

Marko Martin
Seite 61

 

Historisierung einer Epoche. Weitere Bücher über die Studentenrevolte.

Peter Mosler
Seite 62

 

Rebellinnenretrospektiven.

Eva Horn
Seite 63

 

Die Ostlichterkette.110. Kerze.

Wilhelm Pauli
Seite 65

 

Bücherfenster (I):

Weltstaat als Ausweg?

Joscha Schmierer
Seite 66

 

Bücherfenster (II):

Welt als Gerücht.

js.
Seite 67

 

Algerische Abgründe.

Yasmina Khadras Roman „Wovon die Wölfe träumen“.

Renate Wiggershaus
Seite 68

 

Die Anderson-Familie – eine Suchaufgabe.

Lutz Rathenow
Seite 69

 

Untaten & Orte:

Geschwätz und Politik.

Michael Schweizer
Seite 70

 

Film-Schnitte: Stellvertreter.

Michael Ackermann
Seite 71

 

Sport & Körper:

Leid-Erfahrungen.

Jayin Thomas Gehrmann
Seite 72

 

Aufgelesene Töne:

Michael Hurley – der letzte Hobo.

Christoph Wagner
Seite 73

 

 

Editorial
Seite 3

 

Echo & Bücher
Seite 74

 

Autorinnen & Autoren
Seite 74

 

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