Entgrenzung als Freiheit

Zur postmodernen Auffassung gelingenden Lebens

Evelyn Hanzig-Bätzing

 

Es gibt kaum eine Zeitdiagnose unserer gegenwärtigen, sogenannten postmodernen Lebenswirklichkeiten, in der nicht von der Indifferenzierung aller Lebensbereiche und vom zunehmenden Wirklichkeits- und Identitätsverlust des Menschen die Rede ist. Ein Freiheitsgewinn für das Individuum?

 

Mediale Vernetzungen ersetzen die konkrete Erfahrbarkeit; an die Stelle subjektiven In-Beziehung-Seins tritt die hedonistische Selbstbezogenheit des Subjekts, die Beziehungslosigkeit. Und wenn die Zeitzeugnisse unsere gegenwärtige Befindlichkeit richtig wiedergeben, dann ist der Verlust von Wirklichkeit und der Identitätsverlust als Freiheitsgewinn des Individuums zu werten. Denn dann wird dieser Verlust als Befreiung von inneren und äußeren Zwängen und somit als Bedingung einer wirklich freien Entfaltung der Persönlichkeit erfahren. Auf diesem Hintergrund wird auch verständlich, weshalb die Auflösung intersubjektiver Bindungen als Lösung zur Aufhebung sozialer, aber auch kultureller Differenzen angesehen wird. Entsprechend dem Wirklichkeits- und Identitätsverlust des postmodernen Subjekts, formulieren die Philosophen unter den Anwälten eines neuen, und das heißt eines den gegenwärtigen Lebensbedingungen angepaßten Verständnisses von Subjektivität den Verlust jeglicher Verlusterfahrung als Bedingung gelingenden Lebens in der Postmoderne. So ist beispielsweise der Gegenwartsdiagnose Lyotards zu entnehmen, daß die gegenwärtige Indifferenz des Selbst- und Weltverhältnisses des Menschen auf eine Realität verweist, die als solche nicht mehr erfahrbar und deshalb nicht mehr bewußtseinsfähig ist. Die aus diesem Befund zu ziehende Konsequenz ist nun aber nicht etwa die einer Trauer um einen Objekt- oder Selbstverlust und folglich auch nicht einer Verlustverarbeitung. Die Konsequenz ist vielmehr die bedingungslose Anerkennung der Heterogenität schlechthin, denn sie ist es, die unsere Realität durch und durch auszeichnet: nämlich die Heterogenität der Außenwelt und die der Innenwelt des Subjekts. Sofern Heterogenität nämlich - so Lyotards Auffassung - das traditionelle logisch-rationalle Einheitsdenken gleichsam ersetzt, bildet sie nunmehr das Fundament der äußeren und inneren Welt des Subjekts. Der zentrale Begriff der Lyotardschen "Nicht-Bewußtseins-Philosophie" ist der Begriff der condition postmoderne. Unter ihm ist - gemäß der nichtbewußtseinsfähigen postmodernen Lebenswirklichkeit - nicht etwa das Bewußtsein dieser unserer Lebenswirklichkeit zu verstehen. Der Begriff der condition postmoderne bricht radikal mit allen durchs Subjekt vermittelten Bezügen, die immer schon synthetisierende sind. Und er bedeutet: innere und äußere Heterogenität als Bedingung der Befreiung von anderen und anderem, als Bedingung des Verlustes von Verlusterfahrung schlechthin. Der Begriff der condition postmoderne meint: innere und äußere Heterogenität als Bedingung von Nicht-Erinnerung, von Vergessen als solchem - und eben nicht von Vergessenem. Und er zielt auf eine sich in der äußeren Realität spiegelnde "Patchworkidentität"1 des Individuums, dessen "Ich" als "mittelpunktloses Netz"2 seinen Ort in der inneren Ortlosigkeit, in der Bindungslosigkeit seines Subjekts hat.

 

Was hat es mit dieser "postmodernen Identität", mit jenem Selbst nämlich auf sich, das sich um keine innere Einheit mehr zentriert, sondern das die äußere Diversität zu einem inneren Erfordernis macht, und zwar derart, daß das Subjekt eines solchen Selbst die äußere Diversität "als" selbsterzeugte Vielheitsfähigkeit reproduziert? Und was gelingt da eigentlich, wenn der Mensch seine Verlusterfahrung verliert?

Dazu läßt sich zunächst folgendes sagen: Das gegenwärtige Verständnis von "gelingendem Leben" ist offenkundig untrennbar verbunden mit dem Verschwinden jeglichen Verlustgefühls. Und damit verweist das Verständnis dessen, was da gelingt, auf jene bestimmte Art von Unabhängigkeit, wie sie Mobilität und Flexibilität unseres postmodernen Alltags erfordern. So erklärt sich meiner Auffassung nach auch, daß die Beziehungslosigkeit des Subjekts zur Grundvoraussetzung unserer postmodernen Lebenswelt gehört, sofern das "Lossein" von Anderen und anderem, die Bindungs"losigkeit" des Subjekts die gesellschaftliche Durchsetzung der sogenannten "Vielheitsfähigkeit" und "Übergängigkeit" 3 des Subjekts garantiert.

Dementsprechend knüpft das philosophische Postmoderneverständnis an die normativen Ansprüche des postmodernen Alltags an, um diese zum Gegenstand einer Begründung von "Vernunft" zu machen, die dann ihrerseits jene geforderte Leistungsfähigkeit des Subjekts ethisch legitimiert. Vielheitsfähigkeit und Übergängigkeit bilden das Leitmotiv postmodernen Selbst- und Weltverständnisses. Wolfgang Welschs "transversale Vernunft" leistet denn auch genau das, was "gelingende Subjektivität (...) unter Pluralitätsbedingungen" 4 meint: Das ist die "als Genese einer neuen Art von Subjektivität"5 sich begründende "Binnenverfassung der Subjekte, (die) der welthaften Außenverfassung analog ist", sofern sich nämlich "die externe Pluralisierung (...) in einer internen Pluralisierung fortsetzt beziehungsweise eine solche nach sich zieht". 6 Als "Ideal der Übergängigkeit" und somit als Garant des Bestehenden fungiert eine solche Subjektivität deshalb als ,Entzug` von Identität im Sinne einer Dezentrierung der inneren Einheit des Subjekts. Und darin zeigt sich, daß der als Freiheitsgewinn umformulierte Verlust von Verlusterfahrung überhaupt das traditionelle Verständnis von der Freiheit des Subjekts als Begriff verinnerlichter Herrschaft immer schon voraussetzt. Insofern ist die als transversale Vernunft bezeichnete Leistungsfähigkeit des postmodernen Selbst gar nicht so voraussetzungslos, wie dies mit der "Unhintergehbarkeit" des äußeren und inneren Pluralismus des Subjekts behauptet wird: Die Genese postmoderner Subjektivität setzt die Indifferenzierung von äußerer und innerer Welt voraus und zwar so, daß sie sich, als vom Subjekt Verinnerlichtes, durchs Subjekt Geltung verschafft, indem die Indifferenz nunmehr als das Subjektivität Kennzeichnende in Erscheinung tritt, womit der Schein einer unmittelbaren Übereinstimmung von äußerer und innerer Welt erzeugt wird.

So verdankt das philosophische Postmoderneverständnis sein radikales, auf einen totalen Individualismus zentriertes, auf die Befreiung des Individuums von jeglicher Verlusterfahrung abzielendes Denken einer unausgewiesenen, fundamentalen Voraussetzung: nämlich dem konkreten gesellschaftlichen Umstand der Auflösung der Differenz zwischen Subjekt und Welt, zwischen Individuum und Gesellschaft. Aufgelöst wird diese Differenz ins Individuum hinein und verschwindet darin - umetikettiert zum Innenraum des Subjekts. Es ist das Verschwinden der Differenz zwischen Individuum und Gesellschaft, das dem neuen, postmodernen Identitäts- und Vernunftverständnis zugrunde liegt und das es zu allererst ermöglicht, die gegenwärtige Indifferenzierung aller Lebensbereiche, nicht nur des psychosozialen, als die Realisierung absoluter Freiheit auszugeben. Sofern hier nämlich "Indifferenz" als "gleichgültige Differenz" begriffen wird, soll Differenz als solche überhaupt erst gedacht werden können, und zwar in dem Sinne, daß alles gleich viel wert ist, gleiche Gültigkeit besitzt.

Nun erzeugt aber das Verschwinden der Differenz im Individuum keinesfalls eine Distanz zur Welt, die ein Zuwachs an Autonomie und innerer Freiheit bedeutete. Im Gegenteil: Mit dem Verschwinden des Abstands zwischen Subjekt und Welt löst sich die psychosoziale innere und äußere Raumgebundenheit des Subjektes auf und mit ihr verliert das Subjekt seine inneren und äußeren Beziehungen und ist damit distanzlos, unmittelbar anderen und anderem ausgeliefert, und zwar so, daß es mit allem, was es selbst nicht ist, verschmilzt. Auf diese Weise kann dann äußere Entfremdung umstandslos als die Selbstentfremdung des Individuums ausgegeben werden, und gesellschaftlich verursachtes Leiden kann nunmehr zum rein individuellen Problem erklärt werden.

Mit der Auflösung der Differenz verschwindet die "Beziehung" zwischen Ich und Fremd-Ich als sozialer Raum zwischenmenschlichen Begegnens. Und damit geht dem Menschen nicht bloß sein Erfahrungszugang zu sich und zu seiner Lebenswelt verloren; er verliert auch und vor allem den Erfahrungszugang zu gesellschaftlichen Widersprüchen. Es ist denn auch der Verlust der Erfahrung von Realität schlechthin, der im Subjekt eine Realität entstehen läßt, die es an die Sucht nach Authentizität bindet, nämlich an die gesellschaftlich geforderte "Übergängigkeit" im Sinne eines Identisch-Werdens mit Mobilität und Flexibilität. Und genau diese bestimmte Realität ist es, die die Rede von der "postmodernen Identität" meint: eine aus äußerlichen Versatzstücken zusammengeschweißte Persönlichkeitsorganisation. Die postmodernen Lebenswirklichkeiten erzeugen eine ihnen gemäße Form von "Beziehungsfähigkeit", die in der Fähigkeit selbsterzeugter Beziehungslosigkeit, in der sogenannten "Vielheitsfähigkeit" besteht. Mit dieser Fähigkeit entstehen im Subjekt Selbstverwirklichungsbedürfnisse, bei denen es dann bloß noch um die Verwirklichung unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung geht, die ihrerseits ein psychosoziales Vakuum unaufhörlicher Suche nach Befriedigungserlebnissen hinterläßt, die das Subjekt - entsprechend dem internalisierten gesellschaftlichen Postulat des im Hier und Jetzt Machbaren - auf Augenblicksbeziehungen nicht nur zu Sozialpartnern fixiert, sondern auch in bezug zur belebten und unbelebten Natur.

 

Postmoderne Identität beschreibt eigentlich nur spiegelbildlich, was mit der gesellschaftlich geforderten Mobilität und Flexibilität zugleich mitgefordert wird und was die philosophischen Postmodernedenker zur Bedingung gelingenden Lebens erklären: das ist die kollektive Entwertung von Vergangenheit. Denn mit der Augenblicksbeziehung wird jeder Ausgriff auf Zukunft obsolet, und Mobilität und Flexibilität erfordern eine Unmittelbarkeit, die zu leisten nur imstande ist, wer jegliche Verlusterfahrung verliert, das heißt, wer seinen Vergangenheitsbezug aufgibt. Die Auflösung von Vergangenheit und Zukunft in eine permanente Gegenwart bedeutet Entzug von Zeit, Zeitlosigkeit, aber hier im Sinne des Losgerissenseins des Subjekts von seinem Vergangenheits- und Zukunftsbezug und damit von seinem Daseinsvollzug. Und genau dies ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, daß sich das den normativen Alltagsanforderungen gewachsene und in die postmodernen Lebenswirklichkeiten eingepaßte Subjekt auf Dauer funktionsfähig halten läßt.

Im heutigen Verständnis von Selbstverwirklichung bringt sich eigens zur Sprache, daß sich in ihr eine kollektive Beziehungslosigkeit abbildet, in der sich wiederum die Verlorenheit des einzelnen und die Aggressivität einer Gesellschaft spiegeln, welche die Auflösung der Differenz zum Individuum als dessen Freiheitsgewinn, die psychosoziale Entgrenzung als Bedingung gelingenden Lebens ausgibt. Nun funktioniert dieses postmoderne, die Außenwelt spiegelnde Selbst als ein durchaus in sie eingepaßtes, sofern es umstandslos jenen Forderungen zu folgen vermag, während sich gleichzeitig in diesem und durch dieses postmoderne Selbst eine Psychopathologie manifestiert, die in Fachkreisen als "die" seelische Erkrankung unserer Zeit bezeichnet wird: das ist das "Borderline-Syndrom" als Chiffre für die Pathogenität der Auslösung der Differenz zwischen Innen- und Außenwelt, für das Krankwerden des Menschen an der Unmöglichkeit nicht nur des Rückzugs auf sich, sondern auch und vor allem für das Krankwerden des Menschen an der Unmöglichkeit der Entäußerung seiner inneren Welt in die äußere. In der Borderline-Persönlichkeit bringt sich die Orientierungslosigkeit und innere Zerrissenheit des postmodernen Subjekts zum Ausdruck, und zwar als das Leiden des Subjekts unter seiner Beziehungsunfähigkeit, weder mit sich eins noch zusammen mit anderen zufrieden sein zu können. Es handelt sich hier aber nicht um eine launische Unzufriedenheit, sondern vielmehr um ein gestörtes Selbstverhältnis der Borderline-Persönlichkeit und als Folge dessen um eine schmerzhafte, quälende Störung ihres Kontaktes mit anderen Menschen. Diese Störung findet Ausdruck in jenen bestimmten Ausprägungen, die als das Resultat der psychosozialen Entgrenzung des Subjekts, der Auflösung der Differenz zu anderen und zu anderem aufzufassen sind: die Unfähigkeit der Menschen zu vertrauensvoller Abhängigkeit und Unabhängigkeit, die Unfähigkeit, Gefühle anderer Menschen zu verstehen, also das Fehlen jeglicher Empathie, sowie das Fehlen differenzierter Gefühle der Trauer als das Resultat einer Unabhängigkeit, die mit unmittelbarer Verfügbarkeit, mit Objektlosigkeit gleichgesetzt wird und untrennbar damit verbunden die Ausnutzung anderer zur unmittelbaren Befriedigung eigener Bedürfnisse, ohne dabei Schuldgefühle zu entwickeln.

 

Die sogenannte emanzipierte Persönlichkeit unserer Tage, die sich erfolgreich dem raschen gesellschaftlichen Wandel gewachsen zeigt und sich den herrschenden Umständen unmittelbar anzupassen vermag - diese Persönlichkeit scheint auf die angemessenste Weise auf die gegenwärtigen Lebenswirklichkeiten zu reagieren. Es zeigt sich aber, daß diese Persönlichkeit unserer postmodernen Lebenswelt gar nicht so autonom und frei, aber auch gar nicht so lustvoll existiert, wie dies eine Gesellschaft in Aussicht stellt, der es in bezug aufs Individuum vornehmlich um dessen Vermeidung von Abhängigkeiten geht. Bei genauer Inaugenscheinnahme wird nämlich deutlich, daß diese Menschen leiden - aber nicht an Bestimmtem, sondern sie leiden unter sich selbst; sie leiden unter ihrer Beziehungsunfähigkeit. Oder allgemein ausgedrückt: Der Mensch erkrankt am eigenen Sein, sofern er als Beziehungswesen zur Beziehungslosigkeit verurteilt ist. Und das bedeutet, hinter dem Beschwerdebild des Borderline-Patienten verbirgt sich etwas Grundlegendes, etwas, was den Menschen "als" Menschen ausmacht. Und dies ist im wesentlichen seine Beziehungsfähigkeit.

Für Borderline-Patienten bedeutet "Beziehung" immer soviel wie "entweder" Selbstverlust "oder" Liebesverlust. So sind ihre Sozialbeziehungen von dem scharfen Kontrast gekennzeichnet, daß sie Liebe und Zuwendung von Augenblicksbekanntschaften erwarten, während sie jene Beziehungen abbrechen, in denen sich eine Nähe entwickelt, durch die ihnen die Liebe zuteil werden würde, die sie eigentlich erwarten. Obwohl diese Menschen durchaus einen bewußtseinsmäßigen Zugang zu diesem Widerspruch besitzen, so zeigen sie doch ein auffälliges Maß an Unbetroffenheit über ihr Verhalten. Dies liegt an dem für Borderline-Patienten spezifischen Spaltungsmechanismus, mit dem sie den drohenden Grenzverlust abzuwehren versuchen: zwischen ihrer Innenwelt und der Außenwelt und die damit einhergehende totale Unterwerfung und Verschmelzung mit anderen und anderem. Und damit leisten sie gleichsam Widerstand gegen die zunehmende Indifferenzierung aller Lebensbereiche. Die sich im Denken, Fühlen und Handeln manifestierende Spaltungsstruktur bringt sich in der defensiven Oberflächlichkeit der Sozialbeziehungen von Borderline-Persönlichkeiten zum Ausdruck und muß als Resultat der psychosozialen Entgrenzung unserer postmodernen Lebensbedingungen verstanden werden. Und als solches ist dann diese Spaltungsstruktur als Ersatzhandlung zu deuten und zwar für das Nicht-In-Beziehung-sein-Können des Menschen.

Das Scheitern der Borderline-Persönlichkeit an sich selbst ist der Niederschlag einer nicht mehr lebbaren, sondern bloß noch passiv erlebbaren Lebenswelt, die damit diesen Namen nicht mehr verdient. Dieses Scheitern rüttelt am gegenwärtigen gesellschaftlichen Verständnis von gelingendem Leben und damit am gesellschaftlichen Begriff von Normalität. Und es rüttelt am Verständnis von Normalität in dem Maße, in dem dieses Scheitern nämlich als Schutzfunktion des Menschen vor weiterer Fragmentierung seiner Innenwelt angesehen werden darf. Indem dieses Scheitern gleichsam als gesunde Reaktion auf eine krankmachende, beziehungsunfähige, den einzelnen auf die Vereinzelung reduzierende und darin das Subjekt auf die Beziehungslosigkeit verpflichtende Außenwelt verstanden werden muß, verliert die Entgegensetzung von Normalität und Anomalie ihre Trennschärfe. Und damit läßt sich der Beweggrund freilegen, auf dem das gegenwärtige Verständnis von der Identität des Menschen aufruht und in dem das Motiv für die Umdeutung des Realitätsverlustes als Freiheitsgewinn wurzelt: Das Individuum umittelbar verfügbar zu machen, sich den äußeren Erfordernissen umstandslos und dauerhaft funktionsfähig zu halten, um dann Subjektivität als Kitt des Bestehenden ethisch zu legitimieren.

 

 

1 Welsch 1996, S. 834

2 ebd., S. 835

3 Welsch 1993, S. 317

4 Welsch 1996, S. 852

5 ebd. 1996, S. 841

6 ebd. 1996, S. 830

 

Literatur

Derrida, J. (1967): Die Schrift und die Differenz, Frankfurt am Main (1976)

Derrida, J. (1967): Grammatologie, Frankfurt am Main (1983)

Hanzig-Bätzing, E. (1994): "Sozio-kulturelle Voraussetzungen umweltgerechten Handelns", in: Hofkirchner, W. (Hrsg.): Weltbild - Weltordnung, Münster

Hanzig-Bätzing, E. (1996): Selbstsein als Grenzerfahrung. Versuch einer nichtontologischen Fundierung von Subjektivität zwischen Theorie (Hegel) und Praxis (Borderline-Persönlichkeit), Berlin

Kernberg, O.-F. (1978): Borderline-Störungen und pathologischer Narzißmus, Frankfurt am Main (1983)

Lyotard, J.-F. (1982): Das postmoderne Wissen. Ein Bericht, Bremen

Lyotard, J.-F. (1987): Der Widerstreit, München

Welsch, W. (1993): Unsere postmoderne Moderne, Berlin

Welsch, W. (1996): Vernunft. Die zeitgenössische Vernunftkritik und das Konzept der transversalen Vernunft, Frankfurt am Main